Outsourcing oder Freelancing?

Posted by Viviane Wyss on September 20, 2016  /   Posted in Blog

Was ist Outsourcing?

Wenn ein Unternehmen sich dazu entschliesst, ein bestimmtes Aufgabengebiet oder eine ganze Abteilung auszulagern, dann spricht man von Outsourcing. Das Unternehmen übergibt somit einem externen Spezialisten diesen bestimmten Aufgabenbereich zur Bearbeitung und Überwachung. Heute kann man beinahe alle primären und unterstützenden Funktionen eines Unternehmens outsourcen.

Von FrogThomas - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34923071

Von FrogThomas – Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34923071

Gerade bei kleineren Dienstleistungs-Unternehmen oder Handwerksbetrieben macht das Auslagern der Administration, der Finanzen oder des Marketings wohl am meisten Sinn.

Was ist Freelancing?

Ein Freelancer ist ein „freier Mitarbeiter“, welcher meistens Auftrags- oder Projektbezogen für ein Unternehmen eingesetzt werden kann. Als freier Mitarbeiter rechnet er seine Sozialabzüge selbst ab, das heisst, er ist selbständig Erwerbender. In den meisten Fällen macht die Zusammenarbeit mit einem Freelancer für ein Unternehmen nur dann Sinn, wenn dieser zu einem früheren Zeitpunkt bereits als Mitarbeiter im Unternehmen tätig war. Oder wenn eine externe, objektive Betrachtungsweise gesucht wird, zum Beispiel bei der Optimierung von Prozessabläufen.


Was passt besser zu uns?

Alles was Vorteile mit sich bringt, hat zwangsläufig auch Nachteile. Hier gilt, so wie in allen Bereichen des Lebens, sich genau mit den Fakten auseinander zu setzen, um schlussendlich die Entscheidung treffen zu können, welche am besten zur momentanen Situation des Unternehmens passt.

Outsourcing Vorteile
  • Kostenreduktion
  • Das Unternehmen hat die Möglichkeit, sich auf seine Kernkompetenzen zu besinnen
  • Auslagerung von Produktionsrisiken
  • Mögliche Qualitätssteigerung
Freelancing Vorteile
  • Personalengpässe
  • Funktionen, wo feste Mitarbeiter wegen höherer Fixkosten nicht rentabel sind
  • Flexible Einsätze
  • Befristete Einsätze

 

 

Outsourcing Nachteile
  • Abhängigkeit von anderen Unternehmen
  • Geringere Flexibilität durch hohe Abhängigkeit von der Zuverlässigkeit des Dienstleisters
  • Mögliche Qualitätsprobleme
  • Reduktion des firmeninternen Know-how
Freelancing Nachteile
  • Er ist nicht immer verfügbar
  • Die Beauftragung mit Kleinarbeiten erscheint oft als unverhältnismässig und daher nicht machbar
  • Bei fehlender Betriebsvertrautheit: Einarbeitungskosten, Einarbeitungsaufwand, Verzögerter Start bis zur wirksamen Leistungserbringung

Schwierige Kommunikation

Posted by Viviane Wyss on September 15, 2016  /   Posted in Blog

Wir kommunizieren dauernd. Mit anderen Menschen, Tieren, uns selber, über neue und alte Medien. Unser Kommunikationsverhalten hat sich gegenüber früher (naja, ich kommuniziere auch schon seit ein paar Jahre 😉 ) extrem geändert. Das finde ich wahnsinnig spannend! Damit könnte ich mich stundenlang auseinander setzen…

Am meisten jedoch liebe ich die Kommunikation unserer Teenager. Manchmal kommt mir das ganze vor, wie die Kreation einer völlig neuen Sprache. Keiner versteht es, ausser sie selbst. (Wobei auch die es manchmal nicht „checken“). Und das wirklich witzige daran ist, dass es Kommunikationsmodelle gibt, welche von Wissenschaftlern und anderen hoch intelligenten Menschen erforscht und erklärt wurden – sich unsere Teenager aber einen Sch…. darum kümmern. Wie das Vier-Seiten-Modell von Friedemann Schulz von Thun.Es gibt einen Sender und einen Empfänger. Das was vom Sender rausgeht ist die codierte Botschaft (codiert heisst nichts anderes, als das, was der Sender eigentlich wirklich sagen will, eingebunden in die verbale, nonverbale und paraverbale Ausdrucksweise). Die Botschaft kommt beim Empfänger an, idealerweise decodiert (also so, wie es der Sender auch gemeint hat). Wenn nun der Empfänger die Botschaft nicht decodieren kann, dann versucht der Sender die Botschaft erneut und in anderer Form zu senden.

Bei den Teenagern sieht das Ganze per sms, whats up oder auch auf Twitter dann etwa so aus:

„Hi“

„hi“

„gg“      (wenn man Glück hat, gibst vielleicht noch ein Fragezeichen)

„lw…. 🙁 “

„wm“   (auch hier eventuell ein Fragezeichen)

„TS mit meiner ALBFFIUE“

Hä??? Gut, irgendwann einmal habe ich begriffen, dass dies meistens die Anfangsbuchstaben des jeweiligen Wortes sind: gg = geht’s gut / lw = langweilig / wm = was machst du / etc…

Aber eben nur meistens! Denn was um Himmels willen heisst ALBFFIUE???

Auf Nachfragen meinerseits (Sender soll die Botschaft anders codieren!) bekam ich zur Antwort: „Ach Mami, checkst Du das denn nicht? Das sind immer die Anfangsbuchstaben! Du bist sowas von out!!!“

Hm, na dann bedanke ich mich doch recht herzlich für die geleistete Hilfestellung, inklusive Seitenhieb auf mein Alter… 😉 Trotzdem muss ich die wertvolle Zeit meiner geliebten Tochter noch einmal in Anspruch nehmen, denn dieses ALBFFIUE ergibt immer noch keinen Sinn.

„ALBFFIUE = Aller Beste Freundin Für Immer Und Ewig!!!“

Ok, jetzt macht’s Sinn. Aber woher kommt das L? Antwort meiner Tochter: „Na dann heisst es halt Aller Liebste und Beste Freundin Für Immer Und Ewig! Mann hey!!!“

Auf meine erneute Frage hin, warum es dann nicht ALUBFFIUE heisse (schliesslich hat es da noch ein Und drin) – gab meine Tochter mit den Worten „Mami, du verstehst uns wirklich nicht“ auf. (Ich werde es mir also verkneifen zu fragen, was denn das allgegenwärtige „DAFUQ“ heissen soll – kann es mir in etwa zusammenreimen, wenn ich es laut ausspreche…)

Naja, ich könnte euch schon verstehen… wüsstet ihr, wie man normal kommuniziert! Und vorallem solltet ihr, wenn ihr schon neue Kommunikations-Regeln aufstelle, darauf achten, dass diese immer gleich sind. Sonst haben „die alten Leute“ irgendwann keinen Bock mehr eure Sprache überhaupt zu lernen! Jawoll!!!

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